• Gestern morgen erhielt ich einen Anruf, der mich wirklich erschüttert hat: Einer meiner besten Freunde ist mit einem großen Vorderwandinfarkt per Notarzt in’s Krankenhaus eingeliefert worden. 2 Tage vorher waren wir noch auf einem heftigen Herrenabend und er total fit. In der darauf folgenden Nacht hatte er heftige Rückenschmerzen und Probleme mit dem rechten (!) Arm, dazu Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme. Die waren so heftig, dass er den Notarzt anrief, der auch <Ironie an> schon nach 2,5 Stunden </Ironie aus> vorbei kam. Traurig aber wahr. Und dieser diagnostizierte nach Blutdruckmessung und EKG keinerlei Probleme mit dem Herzen, sondern verabreichte ihm ein muskelentspannendes Mittel zusammen mit dem Rat, sich beim Arzt vorzustellen, wenn die Beschwerden nicht besser würden.

    Dies tat er dann am nächsten Tag, nachdem die Beschwerden an Heftigkeit zugenommen hatten. Der Hausarzt wies ihn nach einem EKG sofort in’s Krankenhaus ein, wo er seither auf der Intensivstation liegt. Es wurde zwischenzeitlich ein Stend eingesetzt, und glücklicherweise scheint der Infarkt einigermaßen gut überstanden zu sein, so dass wohl keine größeren Schäden zurück bleiben werden.
    Laut erster Diagnose sind einige Herzkranzgefäße zu 80 % zu, eines wohl zu fast 100 %, und das hat auch den Infarkt ausgelöst.

    Für mich ein wirklich schockierendes Erlebnis. Der Bursche ist gerade 43 geworden und war bisher gesund und eifriger Fitness-Studio-Gänger. Kein Alkohol, allerdings einige Zigaretten am Tag.

    Ich gehe ihn nachher auf Intensiv besuchen, vielleicht gibt’s schon Neuigkeiten…

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  • Ich bin gestern abend nach Hause gekommen und die Sonne schien. Das ist in den letzten Wochen ja nicht ganz selbstverständlich. Also gleich in die Klamotten und auf’s Rad. Aus Zeitmangel leider “nur” die Hausstrecke, teilweise bei heftigem Gegenwind. Und ich muss sagen, ich habe hier einen wirklichen Vorzug des Lenkeraufsatzes gefunden: Mit Aufsatz bei Gegenwind ist – fast – wie Windschattenfahren. Das war wirlich toll – im Schnitt war ich 2-3 km schneller unterwegs als vorher.

    Letzlich habe ich für die 35 km aber doch 7 Minuten mehr benötigt als bei der letzten Runde – was sicher auch daran lag, dass ich fast eine Woche kein Rad mehr gefahren bin…

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  • Die Sonne scheint, also ab auf’s Bike. Endlich. Erst mal ganz normal fahren und warten, bis eine lange Gerade kommt, um den neuen Lenkeraufsatz anzutesten. Und dann – das erste Mal. Erst der eine Arm, klappt gut. Dann langsam der zweite Arm. Klappt gut. Halt. Stop! Haaaaaalt! Uff, klappt doch nicht so gut. Hey, das ist ganz schön wackelig.

    Ok – ich habe 10 Minuten gebraucht, um herauszufinden, dass man mit so einem Aufsatz doch irgendwie anders lenken muss, um sicher auf der Strasse zu bleiben. Aber nach 10 Minuten hatte ich das Teil im Griff. Die Sitzposition ist zunächst ungewohnt, aber man ist definitiv “windschnittiger” unterwegs. Ich habe zunächst ca. alle 10 Minuten die Positionen gewechselt, gegen Ende hätte ich auch länger auf dem Syntace bleiben können. Alles in allem aber eine erfolgreiche Jungfernfahrt mit einem max. Puls von 140 und einem 31,7er Schnitt :-)

    Das Wochenende kann kommen!

  • Tja, ich habe es bisher leider noch immer nicht geschafft, die Lenkeraufsatz-Jungfernfahrt zu unternehmen. Habe Angst, weggespült zu werden. Und wenn ich mich gegen den Regen behaupten könnte, dann würde ich bestimmt vom Wind von der Strasse gefegt. Kurz: Kein Wetter zum radln.

    Habe mich deshalb gestern zu einer Partie Billard überreden lassen. Puh, das hätte ich wohl lieber sein lassen. Ich wurde von einem (zu meiner Verteidigung: nicht ganz ungeübten) Spieler 8:4 deklassiert, vernichtet und durch die Mangel gedreht. Natürlich will ich das nicht auf mir sitzen lassen und habe sofort einen Revanche-Termin ausgemacht, aber ich habe eigentlich keine Hoffnung, dass es bei diesem Termin anders läuft.

    Vielleicht habe ich Glück und es ist zu der Zeit tolles Wetter – dann muss ich den Termin wg. Fahrrad-Training leider absagen…

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  • Nach langem Hin- und Her habe ich mich dazu durchgerungen, mir einen Lenkeraufsatz für das R600 zu gönnen. Nichts ganz billiges, aber auch kein Luxusteil. Nach und nach hat sich der Syntace C2 herauskristallisiert. Von wegen kein Luxusteil ;-) Das gute Stück hat zwar inzwischen ein Nachfolgemodell (C3), liegt aber beim Neukauf noch immer bei knappen 120 EUR. Also ab und die regionalen Kleinanzeigen durchgestöbert. Leider ohne Erfolg. Dann die Suche bundesweit ausgedehnt, und – schau da – im hohen Norden gab’s ein solches Teil. 1000 km auf dem Buckel, aber gut gepflegt und gleich mit Nasenstück (Aerolink Fibre) und Computer Mount zu einem Preis, den ich gerade noch so verkraften konnte. Gemailt, gekauft, geliefert und gleich angeschraubt.  Jetzt will ich natürlich schnellstens die Jungfernfahrt in Triathlonhaltung angehen, aber heute wird das aufgrund des Wetters sicher nichts. Schauen wir mal, ob’s morgen klappt :-)

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  • Mein Sohn würde sagen: “Deshalb!” ;-)

    So ähnlich müsste meine Antwort eigentlich auch lauten. Ich möchte einfach – und ich hoffe, dass die Leser das gut finden. Ich habe im Laufe meiner Krankheitsgeschichte viele Menschen kennengelernt, die gerne Sport treiben, dies aber aufgrund ihrer “Behinderung” nur noch sporadisch tun oder es ganz lassen – einfach aus Angst, es könnte etwas passieren. Diese Angst hatte ich zunächst auch, aber da ich leidenschaftlich gerne Sport treibe, hielt dieser Zustand nicht lange an. Und heute treibe ich fast wieder Sport auf Vor-OP-Niveau. Ok, nur fast. Aber ich arbeite daran. Und vielleicht kann ich damit dem einen oder der anderen ein bisschen die Angst vor dem “was wäre, wenn…” nehmen.

   

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